Ausschreibung Stromliefervertrag der Stadt Pinneberg
Der mehrjährige Stromliefervertrag für die städtischen Grundstücke einschließlich der Straßenbeleuchtung und der Ampelschaltungen läuft zum Jahresende aus.
Demzufolge muss die Stadt sich schnellstmöglich um einen Anschlussvertrag kümmern, damit zum Jahresende nicht in der Stadt die Lichter ausgehen. Da eine Direktbeauftragung der städtischen Stadtwerke nach europäischer Rechtsprechung nicht möglich ist, muss die Stromlieferung ausgeschrieben werden.
Bisher wurde kaum danach gefragt, wo der städtische Strom herkam oder wie er hergestellt wurde. Spätestens nach dem Erdbeben in Japan und den Vorgängen in Fukushima hat sich diese Ansicht weitestgehend geändert.
Die weitere Vorgehensweise soll in der Hauptausschusssitzung am 11. Mai beraten und beschlossen werden. Um den Wunsch breiter Teile der Bevölkerung nach einer Energiewende Rechnung zu tragen, plädieren die Pinneberger Sozialdemokraten für eine Änderung bei der künftigen Stromlieferung.
Der künftig gelieferte Strom soll zertifiziert sein und nach den Bedingungen des Grüner Strom Label e.V. oder zu 100% aus Kraftwärmekopplungs-Anlagen stammen, meint die Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt (SPD).
Dieser Strom dürfte zwar rund 5% teurer als der herkömmliche Graustrom sein, hat aber den großen Vorteil, dass diese ökologisch überzeugende Alternative auch von den eigenen Stadtwerken aus eigener Erzeugung bereit gestellt werden könnte. Ein Schritt der in die Zukunft zeigt, meinen die Pinneberger Sozialdemokraten.



