Wachsende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in Pinneberg

„Pinneberg hat in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen und ist deshalb ein bevorzugter Standort für Wohnungssuchende“. So die Einschätzung von Kai Lorenz, Vorstand der Neuen GeWoGe, in einem Gespräch der Pinneberger SPD-Teilfraktion für Stadtentwicklung. Der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Gerhard Thomssen (SPD) hatte den Vorstand, neben Kai Lorenz auch Wolfgang Hermann und Prokuristin Sandra Maader zu dem Gedankenaustausch über die Woh- nungssituation eingeladen. Die 2005 gegründete Genossenschaft Neue GeWoGe betreibt im Kreisgebiet rund 2.200 Wohneinheiten, davon 838 öffentlich gefördert. Allein im Stadtgebiet Pinnebergs hält die GeWoGe 1.548 Wohneinheiten vor.

Doch nach wie vor gebe es einen großen Bedarf vor allem in der Kreisstadt. „Pinneberg ist für Wohnungssuchende nicht zuletzt auch aus der nördlichen Metropolregion Hamburg hochinteressant, weil die Stadt auf eine sehr gute verkehrliche Anbindung nach Hamburg bauen kann und in der Stadt sowie in ihrer näheren Umgebung eine ansprechende Lebensqualität bietet“, begründete Kai Lorenz die anhaltend hohe Nachfrage. Gefragt seien vor allem Zwei- bis Dreizimmerwohnungen und Wohnungen für Single-Haushalte, insbesondere aber bezahlbare Wohnungen für Familien mit ein oder zwei Kindern. Das gelte für freifinanzierte Wohnungen, nicht zuletzt aber auch für Wohnungen, die nach dem ersten als auch dem zweiten Förderweg öffentlich gefördert werden.

Die Neue GeWoGe hat in den vergangenen Jahren in Pinneberg 1.222 Wohnungen umfangreich modernisiert und moderne Projekte in der Generaloberst-Beck-Straße und jüngst am Von-Ahlefeldt-Stieg realisiert.

Marienburger Str. 1 25421 Pinneberg

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Tel. 04101 / 55 33 16

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info@thomssen.com

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SPD-Fraktion Pinneberg

Weitere Vorhaben sind in der Planung. Dabei kooperiert die Wohnungs-

baugenossenschaft auch mit privaten Investoren. So könnte die GeWoGe, so Vorstand Wolfgang Hermann, mit der Matrix Immobilien GmbH zusam- menarbeiten, die auf dem ehemaligen Ilo-Gelände 360 Wohneinheiten plant, davon 20 Prozent öffentlich geförderten Wohnungsbau. „Da könnten wir sehr gut unser Know-how einbringen“, betonte Hermann in dem Gespräch. Ohnehin sei eine „Durchmischung“ im Wohnungsbau immer das Ziel der GeWoGe – eine Mischung aus öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen, aus Wohnungen für junge Familien und für Senioren.

Ein weiterer, zunehmender Druck auf den Wohnungsmarkt werde von wohnungssuchenden Asylbewerbern mit Bleiberecht ausgeübt, so die Vertreter der Neuen GeWoGe. Auch in diesem Bereich engagiere sich die Genos- senschaft mit bedarfsgerechten Angeboten, unterstrich Prokuristin Sandra Maader. Entsprechende Angebote der Genossenschaft für geplante Vorhaben der Stadt an der Berliner Straße und am Moorweg lägen der der Stadt vor.

„Die Neue GeWoGe ist in Sachen Wohnungsbau ein wichtiger und kompetenter Partner für den Wohnungsbau in Pinneberg, zumal für den öffentlich geförderten“, zog Gehard Thomssen ein Fazit aus dem Gespräch mit den Vertretern der Genossenschaft. Um den künftigen Bedarf an Wohnungen decken zu können komme es für die Verwaltung und die Politik darauf an, dafür die Voraussetzungen zu schaffen, konkret: im Stadtgebiet geeignete Flächen für Wohnungsbau auszuweisen. „Angesichts der begrenzten Flächen in Pinneberg kein einfaches Vorhaben“, so der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, „im Hinblick auf die wachsende Nachfrage gerade nach bezahlbaren Wohnungen sei die Politik jedoch nach wie vor gefordert“. 

 

Gerhard Thomssen 

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